Hochbegabung

In unserer Lernwerkstatt sind recht viele Schüler mit einem diagnostiziert hohen IQ oder mit einer vermuteten Hochbegabung.

   

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Definition von Hochbegabung

Nach einer verbreiteten Definition beginnt Hochbegabung ab einem IQ von 130. Diesen erreichen nur etwa 2 Prozent der Bevölkerung. Auf Schulklassen übertragen hieße das aber, dass immerhin bei zwei normalen Schulklassen ein hochbegabter Schüler dabei ist.

 

Hochbegabung

IQ ab 130
Etwa 2 % der Bevölkerung

 

Der IQ wird mit streng standardisierten Tests gemessen. Eine Testung sollte immer von ausgebildeten Psychologen durchgeführt werden. So können Fehlschlüsse möglichst vermieden werden.

Wier erkennt man eine Hochbegabung?

Neben dem IQ-Wert sind es vor allem besondere Interessens-, Denk- und Verhaltensneigungen, die heute mit einer Hochbegabung in Verbindung gebracht werden.

  • Frühe Neigung zum Lesen
  • Starkes Interesse an Detailwissen und Zusammenhängen
  • Ausgeprägter Wortschatz, Redegewandtheit
  • Neigung zum kreativen und selbstbestimmten Arbeiten
  • Ablehnung von Routine und vorgegebenen Lösungswegen
  • Starke Vertiefung in spezielle Probleme
  • Schwer motivierbar über Noten oder Belohnungen 
  • Kognitiv sind hochbegabte ihren Altersgenossen oft voraus.
  • Hochbegabte suchen oft den Kontakt zu Erwachsenen.
  • Emotional entwickeln sie sich oft langsamer als Altersgenossen.
 

Mathe-AC Lernwerkstatt Aachen

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Sind Hochbegabte automatisch Überflieger?

Nein, aber doch oft. Studien zeigen, dass ein hoher IQ oft zu einem besonders erfolgreichen Leben führt. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen IQ und späterem Berufserfolg. Es gibt viele sehr gute Schüler, denen das Lernen zufliegt, die dabei fleißig sind, sich gut organisieren können und gut in Gruppen einfügen. Ein hoher IQ hilft dabei deutlich.

   

Was sind hochbegabte Minderleister?

Tatsächlich sind nicht alle Personen mit einem hohen IQ oder den oben beschriebenen Eigenschaften erfolgreich. Bei einigen Schülern sacken die Leistungen vor allem nach der Grundschule deutlich ab. Es tauchen 4-er und 5-er im Zeugnis auf und die Lernmotivation wird immer mehr zum Dauerthema. In Gesprächen spürt man ihre Gewandtheit im Denken und ihre Freude am intellektuellen Austausch. Gleichzeitig weigern sie sich, die pq-Formel auswendig zu lernen und auch mit dem Einmaleins hapert es. Die Rede ist dann von hochbegabten Minderleistern.

 

Häufiges Zitat: Wenn ich wöllte, könnte ich das leicht lernen. Aber im Moment ist das uninteressant.

 

Typisch sind auch starke Notenschwankungen. Erscheint das Schulthema interessant, schreiben sie aus heiterem Himmel eine Eins. Ist das Thema uninteressant, können es Fünfen und Sechsen sein.

   

Kann das mit ADHS verwechselt werden?

Das geschieht nach unserer Einschätzung recht oft. Die Symptome  eines frustrierten Lerninteresses sind oft sehr ähnlich zu denen von ADHS. Dazu zählt vor allem eine gewisse Aufsässigkeit gegenüber Autoritäten und eine Neigung den Klassenclown zu machen. Es gibt aber ein klares Unterscheidungsmerkmal. Kinder, die echt ADHS haben, können sich in keiner Lebenssituation wirklich gut konzentrieren. Hochinteressierte Schüler ohne ADHS können aber gerade das sehr gut. Man erkennt das an sporadischen Einsern oder ausgeprägten "Privatinteressen", die sie mit Ausdauer betreiben. Auch bringen Tabletten bei Kindern mit echtem AD(H)S oft eine deutliche Verbesserung. Bei frustriert-Interessierten hingegen zeigen sie keine positive Wirkung.

 

 

Siehe auch unter => ADHS

 

Was bietet die Lernwerkstatt für Überflieger?

Überflieger sind oft sehr gut organisiert. Das Routine-Lernen erledigen sie zuverlässig alleine. Wir helfen dann vor allem, den Stoff selbst interessant zu machen.

  • Kurze, prägnante Erklärungen von Zusammenhängen
  • Stellung von weiterführenden Aufgabenstellungen
  • Hintergrundwissen aus Naturwissenschaft und Technik
  • Anregung bei der Durchführung von Facharbeiten
  • Aufzeigen von Studienmöglichkeiten

Überflieger brauchen oft keine Hilfe, um 1-er zu schreiben, schätzen aber sehr anspruchsvolle Gespräche und Aufgabenstellungen.

   

Was bietet die Lernwerkstatt den "Minderleistern"?

Hier gibt es erst einmal nur ein Ziel: Fleiß. Gelingt es einem solchen Schüler, einige wenige Stunden für eine Arbeit zu lernen, verbessern sich die Noten oft sprunghaft. Wie aber erreicht man das? Hier ist eine Liste von Dingen, die bei uns öfters gut funktionieren:

  • Der Stoff muss von den inneren Zusammenhängen her erklärt werden.
  • Auf die Frage nach einem Sinn muss man immer eine Antwort geben können.
  • Diese Schüler finden oft Fehler und Widersprüche bei anderen.
  • Auf diese muss man intelligent und nie ausweichend eingehen.
  • Langweiliges Routinelernen sollte im Unterricht in der Werkstatt statffinden.
  • Routinelernen muss mit reizvollen Fragestellungen verbunden sein.
  • (Das geht besonder gut im Offenen Nachmittag.)
  • Es muss Raum für eigene Ideen und Anmerkungen geben.
  • Der (oft) vorhandene Redefluss sollte eingedämmt werden.
  • Ein Wechsel zwischen Stillarbeit und Austausch ist optimal.
  • Lernpläne müssen gemeinsam erstellt werden (passiert nie von alleine).
  • Es hilft oft, Bücher für Studenten oder aus der Erwachsenenbildung zu benutzen.

 

Unser Ziel:

Routine interessant machen


Es zeigt sich oft schon nach wenigen Wochen, ob diese Herangehensweise etwas bringt.

 

 

Sie haben Interesse?

Als Lernwerkstatt bieten wir immer eine ausführliche Beratung am Telefon an. Anschließend können Sie eine kostenlose Probestunde vereinbaren. Erst danach überlegen Sie in Ruhe, ob wir die richtigen sind. Unserere Förderverträge können Sie jederzeit bis zum laufenden Monatsende kündigen. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.